Reiseland Tunesien

Ribat von Monastir, Monastir
Der Ribat von Monastir, Monastir. Tunesien hat unendlich viele antike Sehenswürdigkeiten

Urlaub in Tunesien

Seit Anfang der 70er Jahre entwickelte sich der Tourismus in Tunesien zum wichtigen Wirtschaftszweig mit ca. 4 Millionen, hauptsächlich ausländischen Urlaubern pro Jahr. In den Küstenorten in Tunesiens Norden, wie Bizerte, Hammamet, Monastir, Nabeul, Sousse sowie auf der Insel Djerba, suchen die Gäste Erholung und erkunden von dort aus die Sahara im Süden und auch archäologische Fundstellen, wie das sagenumwobene Karthago, nahe der Hauptstadt Tunis. Etwa 50 % aller Erwerbstätigen Tunesiens sind im Dienstleistungssektor tätig. 70 % der überwiegend arabischen Bevölkerung Tunesiens (98 % sind Araber und arabisierte Berber, Berber 1,2 %) leben im Norden Tunesiens, hauptsächlich an der Küste, fast 70 % bereits in Städten. Tunesien gehört zu Afrikas wohlhabenderen Ländern.

Bei Tunis (Al Munastir = Monastir) und auf Djerba liegen Tunesiens internationale Flughäfen, und auch das Eisenbahnnetz (ca. 2.200 km) konzentriert sich auf den Norden, wie das Straßennetz (ca. 29.000 km), das zu 60 % befestigt ist.

Tunesien, das Land der Farben und Kontraste, bietet viele unterschiedliche Urlaubsmöglichkeiten. Kristallklares Wasser, feine weiße Traumstrände, Wüstenromantik, Palmenhaine, pulsierende Städte, bunte Basare machen Ihren Tunesienurlaub unvergesslich.

Romantische Sonnenuntergänge, einsame Sandstrände und antike, kulturreiche Orte mit dem Charme aus 1001 Nacht bieten Abwechslung von Strand und Sport. In Tunesiens Hauptstadt Tunis und auch in Monastir und Sousse finden Nachtschwärmer ein reichhaltiges Angebot an Diskotheken und Bars, wie man sie aus europäischen Urlaubsorten kennt. Badeurlaub, Wassersport und kulturelle Ausflüge lassen sich in Tunesien besonders gut verbinden. Tunesien ist auf jede Altersgruppe und jeden Typ exzellent vorbereitet und bietet fast endlose Angebote an Aktivitäten. Fliegen Sie von Touzeur bei Sonnenaufgang über Palmenhaine, machen Sie eine Wüstensafari im Süden Tunesiens, das ist für jeden ein ganz besonderes Erlebnis. Wüstentouren sind möglich zu Fuß, per Dromedar-Ritt oder im Geländewagen. Genießen Sie dieses vielfältige Land und das orientalische Flair vor Europas Toren.

Auch die umfassenden Wassersportmöglichkeiten an Tunesiens Küste garantieren schönste Ferienerlebnisse. Es ist alles möglich: Segeln, Schnorcheln, Kite-, Wellen- und Windsurfen, Wasserskifahren, faszinierende Tauchausflüge in die unbeschreiblich schöne Flora der Unterwasserwelt, in der Sie Delphine, Kraken oder andere Meeresbewohner hautnah erleben können, ebenso wie spannende Ausflüge in alte Schiffswracks. Auch Reiter finden reichhaltige Sportmöglichkeiten in vielen Reitclubs in Tunesien. Und von den ganzjährig geöffneten, phantasievoll angelegten Golfplätzen der Touristengebiete Tunesiens werden Golfer sehr angetan sein.

Sehenswürdigkeiten in Tunesien

Ein Bazar Besuch in den Städten und Dörfern ist während Ihres Tunesienurlaubes unerlässlich. Überall in Tunesien sind Wochenmärkte oder Monatsmärkte zu finden, die der nomadisierenden Bevölkerung oft die einzige Möglichkeit bedeuten, ihre Waren einzutauschen oder sich benötigte Waren zu beschaffen. Doch nicht nur zum Einkaufen und Handeln zieht es die Einheimischen hierher - hier werden Neuigkeiten ausgetauscht. Die bunten Märkte sind immer ein eindrucksvolles Erlebnis für Besucher.
In Tunesien werden Festspiele und Feste veranstaltet, besonders auf Touristen abgestimmt ganzjährig verteilt. Folkloristische, kulturelle oder religiöse sehenswerte Aufführungen sind in fast jedem Ort zu bewundern.

Tunesiens Geschichte ist eng mit dem Römischen Reich verbunden, was heute noch Ruinen großer römischer Bauwerke und ganze Städte bezeugen. Das Kolloseum in El Djem, die Thermen in Karthago, das Theater in Dougga, die unterirdischen Villen in Bulla Regia gehören zu den bedeutendsten Zeugen, außerdem beeindruckend sind die alten Festungen, z. B. die Ribat von Monastir und Sousse, ebenso die alten Moscheen, beispielsweise Kairouan (Stadt der 300 Moscheen) mit der größten, bedeutendsten und ältesten Moschee Tunesiens, der Sidi-Oqba-Moschee. Auch vorgeschichtliche Zeugen, z.B. die Hünengräber von Ellès, die Häfen von Karthago, die Ruinenstadt aus purianischer Zeit in Kerkouane und das Tophet in Salammbo lassen die Herzen kulturell Interessierter höher schlagen.

Geografische Lage, Sprache und Währung in Tunesien

Tunesien, Afrikas nördlichstes Land, liegt zwischen Mittelmeer und Sahara, grenzt im Westen an Algerien, im Süden an Libyen und an das Mittelmeer im Norden und Osten und ist nur 140 km von Sizilien entfernt. Tunesien hat rund 10 Millionen Einwohner, bei einer Bevölkerungsdichte von 62 Einwohnern pro km². Tunesiens Hauptstadt ist Tunis. Die Mittelmeerküste Tunesiens misst etwa 1.300 km Länge. Djerba ist die größte vorgelagerte Insel (514 km²) Tunesiens.

Amtssprache ist Arabisch, Umgangssprache überwiegend Tunesisch-Arabisch, Handels- und Bildungssprache ist Französisch. In Touristenzentren sprechen viele Tunesier auch Deutsch.

Tunesischer Dinar (tD) = 1000 Millimes ist die Währung Tunesiens.

Klima und Landschaft in Tunesien

Ausgeglichenes Mittelmeerklima mit regnerischem, mildem Winter (auch Schnee im Nordwesten) und trockenem, heißem Sommer herrscht in Nordtunesien. Je weiter vom Mittelmeer entfernt, desto geringer ist dessen ausgleichende Wirkung auf das Klima in Tunesien. In Tunis liegen die Januar-Mitteltemperaturen bei 10 °C und bei 26 °C im August. Ganzjährig trocken-heißes Wüstenrandklima mit sehr unregelmäßigem Niederschlag ist im Süden des Atlas zu finden, bei Höchsttemperaturen bis 45°C. In der Sahara, mit Winter-Bodenfrösten und Sommerwerten von 50°C herrschten Tunesiens extremste Klimaunterschiede, und der Saharawind Schirokko (in Tunesien: "Chehili") kann unerträgliche Hitze bringen.

Im Norden Tunesiens gibt es Berge. Nordwest-Tunesien bestimmt der Tell-Atlas, zur Nordküste parallel von Algeriens Grenze bis zur Bucht von Bizerte verlaufen bis 800 m hohe Gebirgszüge, anschließend nordöstlich das bis 400 m hohe Mogod-Bergland, das im Cap Blanc z. B. in meist steiler Felsküste ins Mittelmeer abfällt. Vom Nordosten Tunesiens (Cap Bon) verlaufen die Bergrücken der Dorsale nach Südwesten mit Tunesiens höchstem Berg, Djebel Chambi (1.544 m). Entlang der Mittelmeerküste, östlich der Dorsale, zwischen Hammamet, Skhira, Sousse und Sfax, liegt der durch regenbringende Ostwinde sehr (u.a. für große Olivenbaumkulturen) fruchtbare Küstenstreifen Sahel (arabisch: Ebene), im Süden folgt die steppenhafte Schottsenke (Salzsee Chott el Djerid), sie geht in die Sahara mit dem östlichen großen Erg über. Die Djeffara-Ebene mit sandigen Flachküsten, vorgelagerten Inseln und Lagunen erstreckt sich entlang des Mittelmeeres, etwa von Gafsa im Westen bis zur libyschen Grenze.

Tunesiens Geschichte

Tunesien wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. von Berbern bewohnt, bevor die Phönizier an der tunesischen Küste Handelskolonien gründeten. 814 v. Chr. gründeten sie Karthago, eine der mächtigsten Städte der Antike, die 146 v. Chr. von Rom zerstört wurde. Tunesien wurde nach Roms Untergang Teil des Vandalenreiches. Im 6. Jh. von Byzanz erobert, unterwarf sich Tunesien im 7. Jahrhundert und wurde Reichszentrum.

Nach jahrzehntelangen Machtkämpfen der Spanier und Osmanen um die Vorherrschaft in Tunesien, vertrieben schließlich die Osmanen mit Unterstützung der Korsaren die Spanier. Tunesien wurde 1574 Teil des Osmanischen Reiches und von Beys (Provinzstatthaltern) beherrscht.

Der Öffnung für europäische Einflüsse im 19. Jahrhundert und damit einhergehendem Rückgang der Jahrhunderte langer Seeräuberei folgte Zerrüttung der Staatsfinanzen und somit steigende Abhängigkeit Tunesiens von europäischen Mächten. 1881 wurde Tunesien zum Protektorat Frankreichs erklärt. Habib Bourguiba führte mit der Unabhängigkeit und der Staatsgründung das Frauenwahlrecht in Tunesien als erstes arabisches Land ein. Vielen Islamisten ist Tunesiens europäisch orientierte Offenheit und tourismus-fixierte Wirtschaft ein Dorn im Auge.

Wirtschaft Tunesiens

Überwiegend Getreide-, Zitrusfrucht und Gemüseanbau sowie Rinderzucht sind typisch für Nord-Tunesien. Olivenkulturen sind charakteristisch, und bedeutend ist auch der Weinbau. Gerade an der Küste von Tunesien arbeiten viele Menschen im Tourismus - in einem Hotel in Tunesien oder der Gastronomie. Tunesien ist bekannt für seinen Cluburlaub - individuelle Urlauber auf der Suche nach eine Ferienwohnung oder einem Ferienhaus gehen eher leer aus. Auch von wirtschaftlichem Interesse sind touristische Angebote wie Touren in die Sahara oder viel des Kleinhandels rund um den Tourismus.

Foto: GIRAUD Patrick/Wikipedia under Creative Commons-Lizenz 2.5

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