Midoun

Midoun Midoune ist die gartenstadt auf der Urlaubsinsel Djerba in Tunseien

Midoun - Gartenstadt am Mittelmeer

Midoun ist mit ca. 50.000 Einwohnern, nach der 15 km entfernten Hauptstadt Houmt Souk, zweitgrößte Stadt der flachen Palmeninsel Djerba vor Tunesiens Ostküste. Das Klima ist mild und trocken, bei 3.000 Sonnenstunden jährlich. Die Nähe zu den touristischen Zonen des konzentrierten Hotelangebotes im benachbarten Sidi Mahrès und La Séguia hat Midoun zum modernen Städtchen verwandelt. Während der vergangenen Jahre wurde der Stadtkern umfassend restauriert und viele Cafés und Restaurants eröffnet.

Der mittlerweile von Souvenirshops gesäumte Marktplatz und die anliegenden bunten Gassen, in denen viele kunsthandwerkliche Artikel aus ganz Tunesien sowie Fisch, Gemüse und Datteln aus Djerba angepriesen werden, sind Midouns Hauptsehenswürdigkeit.

Besonders viele Urlauber werden von Taxifahrern jeden Freitag nach Midoun gebracht, wenn die Avenue Ali Alhouane von den Ständen feilschender Straßenhändler fast bis zum Ortsausgang gefüllt ist. Auffällig sind die breitkrempigen typischen Strohhüte der Frauen mit orangefarben gestreiften Seidentüchern.

Fahrten mit dem Taxi sind sehr billig, jedoch Vorsicht bei vor Hotels angebotenen Kutschfahrten, die meist nicht auf dem versprochenen Beduinen Markt, sondern an überteuerten Souvenirläden enden. Und auch Feilschen mit den hartnäckigen Basarhändlern von Midoun will gelernt sein.
Der Garten von Djerba: Midoun

Midoun ist Djerbas Garten

Kubische, strahlendweiße Häuser liegen überall auf der Insel verstreut hinter hohen Dattelpalmen, knorrigen Ölbäumen und Kakteenhecken. Nach Baukastenprinzip lassen sich diese Häuser leicht erweitern, je nach Bedarf des Lebens in der Großfamilie, in der die Söhne traditionell in der Familie bleiben. In fast alle Gärten stehen Zisternen oder zum Grundwasser reichende Brunnen. Eine Mauer begrenzt die Gärten der Höfe. Aprikosen, Datteln, Granatäpfel, Pfirsiche, Bohnen, Olivenbäume und Tomaten werden hier angebaut und schenken den Höfen Eigenständigkeit.

Legenden in Midoun

Auch dienstagsnachmittags erwacht Midouns sonst so bedächtiger Lebensrhythmus plötzlich zu lebhaft beschleunigtem Treiben, wenn die Menschen in Richtung Amphitheater zur Place de la République/Place de l'Indépendance drängen, um die Nachstellung einer Berberhochzeit (Mariage Berber) anzusehen.

Eine Gruppe dunkelhäutiger Musiker mit Flöte, Dudelsack und Trommeln tritt anlässlich des bunten Spektakels auf, Nachkommen der in Midoun noch existierenden Gemeinde von Gougou, in vergangenen Zeiten mit Karawanen aus dem Sudan nach Djerba gebrachter Sklaven. Es war die Geburtsstunde des heutigen Midoun, als sie ihren ersten Markt Mitte des 19. Jh. abhalten durften. Diese dunkelhäutigen Tabbalan-Musiker spielen auch bei echten Hochzeiten. Nach wie vor trifft man - mit etwas Glück - in den Straßen Midouns einen authentischen Berber-Brautzug mit prächtig mit Baldachin und Seidenbändern herausgeputztem Dromedar, das festlich gekleidete Angehörige als Symbol des Brautraubes begleitet. Bereits ganz europäisch modern in weiße Spitze gekleidet, ist nur die Braut. Sie fährt in Begleitung ihres Gatten in der Droschke durch Midoun.

Auch auf dem Areal des Technischen Lyzeums (kurz vor Ortseingang aus Erriadh) wird man mit dieser Dualität von Vergangenheit und Moderne konfrontiert. Ganz in der Nähe dieser erst kürzlich eröffneten Schule, die bisher ca. 400 Schüler zählt, liegen viele unterirdische Gänge, über die unzählige Geschichten erzählt werden. Es gibt sogar Djerbi, die behaupten, es seien römische Stadtreste. Dass ein Schatz dort vergraben und der Schlüssel in einer Trommel versteckt sei, berichten die Legenden, und der Wind ließe die Trommel erklingen.

Foto: Markus Lenk

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